Vor -und Nachteile mobiler Mini-Klimaanlagen im Experten-Check Lohnt sich eine Mini-Klimaanlage für weniger als 50 Euro?

Herkömmliche Klimaanlagen sind meist teuer in der Anschaffung, aufwendig zu installieren und entziehen der Luft viel Feuchtigkeit. Kein Wunder, dass als „Mini-Klimaanlage“ beworbene günstige Kühl-Gadgets wie das hier vorgestellte von Nodebird aktuell reißenden Absatz finden. Doch wie funktioniert die Kühlung ganz ohne Abluftschlauch und taugt die billige Technik überhaupt etwas? Wir haben einen kritischen Blick auf die Funktionsweise geworfen und waren sehr überrascht, dass der Hersteller offen zugibt, eine typische Grundvoraussetzung von Klimaanlagen nicht zu erfüllen.

Die Nodebird Mini-Klimaanlage kühlt, befeuchtet und leuchtet im Dunkeln

So funktioniert die Nodebird Mini-Klimaanlage

Das Nodebird Kühlgadget wird in der Produktbezeichnung des Herstellers sowohl als mobile Klimaanlage wie auch als Luftkühler und Ventilator bezeichnet. Genau genommen handelt es sich dabei aber eher um einen Luftbefeuchter mit integriertem Ventilator.

Um den Kühlvorgang zu starten, muss der Mini-Tank mit Wasser - oder noch besser Eis - befüllt und über das mitgelieferte Kabel ans Stromnetz angeschlossen werden. Nach dem Starten strömt kühle, feuchte Luft heraus. Wer mag, kann zudem auch das integrierte Nachtlicht in einer von sieben Farben leuchten lassen. Die Einschaltung bzw. Auswahl der Lichtfarben erfolgt direkt am Gerät.

Unsere Bewertung zur „Mini-Klimaanlage“ mit integriertem Nachtlicht

Viele Anwender bescheinigen dem Nodebird Kühl-Gadget deutlich besser zu kühlen als ein Ventilator. Der Hersteller weist jedoch darauf hin, dass sich damit die gefühlte Umgebungstemperatur um maximal 5 Grad senken lasse und dies auch nur, wenn man direkt vor dem Luftstrom sitzt. Im Gegensatz zu einer echten Klimaanlage entsteht hier also nur ein Gefühl der Kühlung, eine echte Absenkung der Temperaturen erfolgt hingegen nicht. Dafür wäre ein Abluftschlauch und deutlich leistungsstärkere Technik nötig. Zudem wird durch die Wasserkühlung die Luftfeuchtigkeit erhöht, wodurch auf Dauer unangenehme Schwüle entstehen kann.

Wer darauf hofft, für weniger als 50 Euro sein ganzes Schlafzimmer zu kühlen, um nachts besser schlafen zu können, dürfte sowohl vom Kühlungsgrad als auch der Lautstärke dieses Gadgets enttäuscht sein.

Insgesamt bewerten wir die Nodebird „Mini-Klimaanlage“ dennoch als nettes Gadget. Schließlich ist ein gewisser „Kühleffekt“ durchaus erzielbar und die bunt leuchtenden Farben machen es zumindest zum absoluten Hingucker auf dem Schreibtisch. Zudem kommt das Mini-Kühlgerät von Nodebird ganz ohne klimaschädliche Kühlmittel aus und ist sogar kompakt und leicht genug um ins Reisegepäck zu passen.

Die Handhabung des Mini-Luftkühlers ist besonders einfach und auch ohne App möglich

 

Vorteile der Nodebird Mini-Klimaanlage

  • Tragbar
  • Mit integriertem Nachtlicht (sieben Farben wählbar)
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für ein Gadget mit Kühl-, Leucht- und Befeuchtungsfunktion

Nachteile der Nodebird Mini-Klimaanlage

  • Laut Herstellerangaben nicht zur Raumkühlung geeignet, Temperaturunterschied des vom Gerät abgegebenen Luftstromes zur Umgebung beträgt maximal 3 bis 5 Grad
  • Kein Filter verbaut
  • Kein Akku vorhanden
  • Viele Anwender berichten, dass die Lautstärke nur in Stufe 1 ertragbar sei, insgesamt stehen drei Stufen zur Verfügung
Der Nodebird Mini-Luftkühler erreicht je nach Kühlstufe eine Lautstärke von 45 bis 62 Dezibel

 

Preise und Verfügbarkeit der Nodebird Mini-Klimaanlage

Online ist das kompakte Kühl-Gadget von Nodebird für rund 44 Euro erhältlich. Aufgrund der starken Nachfrage ist jedoch davon auszugehen, dass die Preise in den nächsten Tagen deutlich steigen werden.

Technische Daten zur Nodebird Mini-Klimaanlage

  • Farbe: Weiß
  • Gewicht: 596 g
  • Wassertank: 400 ml
  • Produkt Größe: 22,8 x 13 x 13 cm
  • Timer (2 oder 4 h)
  • 3 Leistungsstufen (niedrig/mittel/hoch)

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Sammelte schon im Studium Erfahrungen mit innovativen Ambient Assisted Living Geräten und bloggte viele Jahre darüber. Mariella Wendel gehört von Anfang an zum home&smart-Redaktionsteam und testete die Echo Lautsprecher bereits vor der Markteinführung in Deutschland. Außerdem verfasste sie 2017 die erste umfassende Übersicht Alexa kompatibler Geräte. Heute zählen außerdem Saugroboter, Smart Home Kameras und fernsteuerbare Gartengeräte zu ihren Lieblingsthemen.